40 Jahre STIEBEL ELTRON AG Schweiz

Was 1924 mit einer innovativen Erfindung in einer Hinterhofwerkstatt in Berlin begann, wurde zu einem international ausgerichteten Unternehmen, das weltweit zu den Markt- und Technologieführern im Bereich «Haustechnik» und «Erneuerbare Energien» gehört.

Aus der Hinterhofwerkstatt zum Weltmarktführer

Die Erfolgsgeschichte nahm seinen Lauf, als sich der junge Ingenieur Dr. Theodor Stiebel beim Erhitzen von Wasser so sehr über den klobigen Kolbentauchsieder ärgerte, dass er kurzerhand einen neuen, praktischen und langlebigen Ringtauchsieder erfand. Die Branche war begeistert und der junge Ingenieur lancierte die erste Produktion. Das kleine Unternehmen wuchs zu einem international agierenden Technologieunternehmen heran.

 

Mit fünf nationalen und internationalen Produktionsstätten, weltweit 24 Tochtergesellschaften und Vertriebsorganisationen in über 120 Ländern gehört STIEBEL ELTRON zu den führenden Herstellern im Bereich der Haus- und Systemtechnik. Das gesamte Leistungsspektrum des Unternehmens umfasst die Bereiche Warmwasser, Raumheizung, Klima und Erneuerbare Energien. Von Anfang an entwickelte und produzierte die Firma Geräte auf technisch höchstem Niveau. Der unternehmerische und technische Erfahrungsschatz spiegelt sich in innovativen Produkten wider. Das Lüftungsintegralsystem, welches Heizen, Lüften und Warmwasseraufbereitung in einem Gerät vereint oder die revolutionäre Inverter-Technik, welche die Leistung der Wärmepumpe automatisch optimiert, sind nur einige Beispiele für den Innovationsgeist des Unternehmens.

Mit der Wärmepumpe zum Erfolg

Den Zeitgeist traf STIEBEL ELTRON auch in den 70er Jahren als einer der ersten Hersteller mit der Entwicklung und Produktion von Wärmepumpen. 1978 wurde die Vertriebsgesellschaft in der Schweiz gegründet. Zunächst bestand das Sortiment aus Haushaltsgeräten und Produkten aus dem Solarbereich. Doch die Firma hatte einen schweren Stand gegen die dominanten Mitbewerber. «Die Firma musste ihren Namen in einer ganz neuen Sparte bekannt machen», erklärt Paul Stalder, Geschäftsführer von STIEBEL ELTRON, den herausfordernden Start in den 80er Jahren. Man legte das Fundament im Bereich der modernen Haustechnik mit Solaranlagen und Wärmepumpen. Zwar hat es einige Jahre und viel Überzeugungsarbeit gebraucht, bis sich die Wärmepumpe etablieren konnte. «Herr und Frau Schweizer waren skeptisch und kannten das System überhaupt nicht. Die Funktionsweise der Wärmepumpe musste ihnen erst erklärt werden», erzählt Stalder. Dennoch kam insbesondere die Luft-Wasser-Wärmepumpe gut an.

 

Bereits im Anfangsjahr konnten über 100 Wärmepumpen verkauft werden. Der Grundstein für den Erfolg war gelegt. Unter rund 20 Konkurrenzfirmen gehörte STIEBEL ELTRON in der Schweiz zu den wenigen, welche sich behaupten konnten. Und auch in den nächsten Jahren folgte ein kontinuierliches Wachstum, was zur Folge hatte, dass das Mutterhaus in Holzminden auf die Weiterentwicklung der Wärmepumpe setzte, obwohl sich diese in Deutschland noch gar nicht durchzusetzen vermochte. Heute sind die erneuerbaren Energien das Kerngeschäft der STIEBEL ELTRON GmbH. Die Schweiz ist mit über 3‘000 verkauften Wärmepumpen pro Jahr eine der wichtigsten Ländergesellschaften der Unternehmensgruppe.

Jubiläumsjahr 2018

Seit der Firmengründung in der Schweiz ist das Unternehmen kontinuierlich gewachsen. Mittlerweile beschäftigt STIEBEL ELTRON AG Schweiz gegen 100 Mitarbeitende im Innen- und Aussendienst. Die Firma erzielt einen Jahresumsatz von ca. 50 Mio. Franken. 2006 wurde ein eigener Kundenservice aufgebaut und damit das Dienstleistungskonzept erweitert. 2012 konnte der neue ENERGY CAMPUS an verkehrsgünstiger Lage in Lupfig eröffnet werden. Der neue Firmensitz steht ganz im Zeichen von Nachhaltigkeit: Als erstes Gebäude im Kanton Aargau erhielt das Kompetenzzentrum das Minergie-P-Label inklusive Lagerhalle.

 

Und nächstes Jahr begeht das Unternehmen seinen 40. Geburtstag. «Dies ist eine schöne Gelegenheit, um zu feiern», verkündet Paul Stalder und freut sich auf die Feierlichkeiten zum Jubiläum. «Wir haben viel erreicht und können mit Stolz zurückblicken und uns mit Vorfreude der Zukunft stellen», ergänzt er optimistisch.

«Wir sind stark gewachsen, auch an Erfahrungen. Nicht jedes Lehrgeld haben wir freiwillig bezahlt. Aber am Ende fügen sich alle Mosaiksteine zum heutigen Gesamtbild zusammen.»

Paul Stalder, Geschäftsführer