Hygienisches Wasser dank legionellenfreier Speichertechnik

Das Thema Legionellen ist in aller Munde. Wer hat sich nicht schon gefragt, was man gegen einen möglichen Befall der Umweltkeime im heimischen Wasserreservoire unternehmen müsste und auch kann. Doch auch wenn diese Bakterien im schlimmsten Fall zu der gefürchteten Legionärskrankheit führen können, gibt es einige beruhigende Fakten.

Was sind Legionellen?

Legionellen sind Umweltkeime, die auch in öffentlichen Gewässern wie Teichen und im Grundwasser vorkommen. In warmem stehenden Wasser (25°C bis 55°C) vermehren sie sich besonders gut. Deshalb bieten Warmwassersysteme, Klimaanlagen und Wasserleitungen mit wenig Zirkulation ideale Voraussetzungen für eine Vermehrung von Legionellen. Über Wassertröpfchen können sie zum Beispiel beim Duschen oder durch Lüftungsanlagen schliesslich in die Atemwege gelangen und in den Lungen zu einer bakteriellen Infektion namens Legionellose führen – der Legionärskrankheit. Auch wenn diese Erkrankung wie eine Lungenentzündung mit Antibiotika behandelt werden kann, kann sie bei schwerem Verlauf zum Tode führen.

Doch die beruhigende Nachricht: Für gesunde Menschen bedeuten Legionellen meist kein Risiko. Auch das Trinken von verseuchtem Wasser birgt keine Gefahr. Ist die Immunabwehr jedoch geschwächt, wie beispielsweise bei kranken und betagten Menschen, sind sie generell anfälliger für Infektionen. Deshalb müssen insbesondere Spitäler, Pflege- und Altersheime Schutzmassnahmen gegen Legionellen treffen. Auch weil in grösseren Anlagen (über 6‘000 Liter Speicherinhalt) das warme Wasser länger gespeichert wird.

Legionellenfreies Wasser

„Viele unserer Kunden sind verunsichert“, erzählt Samuel von Rotz, Leiter First Level, von seinen Erfahrungen. „Sie möchten das Boilerwasser auf über 60°C aufheizen, um die Bakterien abzutöten. Dabei ist das gar nicht nötig“, ergänzt er. Zwar ist es richtig, dass die schädlichen Bakterien bei diesen Temperaturen absterben. Aber in Privathaushalten ist die Gefahr der Infektion sehr gering. Denn in Einfamilienhäusern wird das Wasser regelmässig verbraucht, so dass es selten zu einer gesundheitsgefährdenden Konzentration von Legionellen kommen kann. Erst wenn das warme Wasser über längere Zeit unbenutzt im Boiler steht, kann es zu einer unkontrollierten Vermehrung der Bakterien kommen. Bei längerer Ferienabwesenheit genügt es, nach der Rückkehr das Wasser einige Minuten laufen zu lassen, damit kaltes, unbelastetes Wasser in den Speicher nachlaufen kann.

Legionellenfreie Speichertechnik

Wer darüber hinaus im eigenen Haus eine verbesserte Wasserhygiene erreichen will, findet in der legionellenfreien Speichertechnik die ideale Lösung. Im modernen Durchlaufspeicher-System fliesst das Trinkwasser durch ein wendelförmiges Wasserrohr. Die Erwärmung erfolgt direkt bei Bedarf. Wird der Wasserhahn geöffnet und warmes Trinkwasser entnommen, fliesst unten in den Speicher frisches Trinkwasser nach. Beim Durchströmen wird es vom Heizungsspeicher sekundenschnell erwärmt. Dazu werden sogar die kühleren Regionen des Heizungsspeichers genutzt. So steht auch bei teilbeladenem Speicher immer ausreichend Warmwasser zur Verfügung. Das erwärmte Trinkwasser wird im Durchlaufspeicher eben nicht gespeichert, sondern durch permanente Frischwassererwärmung konstant ausgetauscht, was kontinuierlich für hygienisch intaktes Wasser sorgt.

Leistungsorientierte Wärmeerzeugung mit Durchlaufspeicher:

  • Hygienisches Durchlaufprinzip: das Trinkwasser wird im wendelförmig eingebauten Wellrohr linear vom kühlen zum heissen Bereich erwärmt
  • Durch den über den Tag verteilten Verbrauch wird eine erneuernde maximale Temperaturschichtung erreicht
  • Es wird kein warmes Trinkwasser unnötig bevorratet
  • Selbst in teilbeladenem Zustand steht immer legionellenfreies, warmes Wasser zur Verfügung
  • Der Durchlaufspeicher ist durch die Doppelfunktion platzsparend: Er ist Pufferspeicher und Trinkwasserspeicher in einem
  • Auch für grosse Volumenströme geeignet