Ist Ihre Wärmepumpe wintertauglich?

Zwei Drittel des gesamten Energiebedarfs eines Haushalts werden für das Heizen aufgewendet. Um nicht unnötig Wärme zu verbrauchen, ist es wichtig, vor Beginn der Heizperiode eine Kontrolle an der Anlage durchzuführen. Tipps vom Fachmann für einen sparsamen Heizbetrieb:

Wintertaugliche Wärmepumpe

Die Heizperiode beginnt, wenn die Tage kürzer und die Abende kälter werden. Die einen oder andern Hausbesitzer machen sich mit dem auftauchenden Herbstnebel vielleicht Gedanken, ob ihre Anlage auch im kommenden Winter den Anforderungen gewachsen sein wird. Aber keine Sorge: Ein paar Handgriffe reichen aus, um der Wärmepumpe auf die Sprünge zu helfen und einen reibungslosen und energieeffizienten Betrieb zu gewährleisten.

Der Fachmann weiss Rat: «Das Wichtigste ist, dass eine tiefe Heizkurve erreicht wird. Die Vorlauftemperatur sollte von Anfang an niedrig eingestellt werden. Es wäre ein Fehler, zu Beginn die Heizung aufzudrehen und wenn es in der Wohnung warm geworden ist, wieder zu drosseln. Dadurch wird das Heizungswasser überhitzt und zu viel Energie geht verloren.» Besser ist es, die Vorlauftemperatur bei der Bodenheizung zwischen 25 und 30 °C einzustellen und die Böden langsam zu beheizen. Das spart viel Energie und hält die Kosten tief.

Generell sollte vor der Heizperiode im September oder Oktober die Heizungsanlage gemäss Betriebsanleitung kontrolliert werden. Dazu gehört, den Ablauf zu reinigen, den Schacht und die Gitter von Verschmutzung zu befreien und den Wasserdruck zu kontrollieren. Beim Warmwasser-Boiler sollte die Anoden-Signalisation beachtet und bei den Lüftungsgeräten die Filter ausgewechselt werden. Alle diese Kontrollen können die Hausbesitzer selber durchführen.

Kompliziertere Einstellungen lassen Sie besser vom Fachmann inspizieren. Dieser kann die Wasserqualität prüfen, gegebenenfalls den Wasserdruck anpassen und die Einstellungen kontrollieren, damit keine elektrische Zusatzheizung eingeschaltet wird.

Zu den regelmässigen, saisonalen Inspektionen wird eine Einstellungskontrolle mindestens alle zwei Jahre empfohlen. Dazu gehört die Überprüfung des Kältekreises und des Stromverbrauchs, Reinigung der Kältekreismessung und der Stromaufnahme, die Prüfung des Frostschutzgehalts der Erdsonde sowie die korrekte Justierung der Regler.

Mit einfachen Anpassungen lässt sich Ihre Anlage optimieren. Am besten fragen Sie den Fachmann.