Wohnen auf der ruhigen Seite

Das Bauprojekt «Letzi-Winkel» in Altendorf/SZ macht das Unmögliche möglich: Ruhig wohnen direkt an der Autobahn. Dank raffiniertem Baukonzept wurde aus einer verkehrsgünstigen aber lärmbelasteten Bauparzelle eine geschickt arrangierte Symbiose aus Gewerbe-, Wohn- und Erholungsbereichen.

Überbauung

Das Bauvorhaben

Die Überbauung «Letzi-Winkel» liegt auf der einen Seite am Ufer des wunderschönen Obersees, welches durch eine Bahnlinie von der Liegenschaft getrennt wird, und auf der anderen Seite unmittelbar an der Autobahn Zürich–Chur und der vielbefahrenen Zürcherstrasse. Dass dennoch eine sehr  angenehme Wohnatmosphäre entstanden ist, liegt am raffinierten Baukonzept. Die strengen Schallschutzvorschriften waren denn auch Ausgangslage für die unkonventionelle Bauidee:  In der Wohn- und Gewerbezone 4 können lediglich 70% Wohnungen pro Parzelle erstellt
werden. Zudem dürfen direkt an einer stark frequentierten Verkehrslage nur Gewerbeund keine Wohnräume realisiert werden. Daraus hat der Architekt ein Konzept mit einem Bürogürtel entwickelt, welche die gesamte Wohnzone von den Lärmeinflüssen der Strasse abschirmt. Das Ergebnis ist eindrücklich: Während auf den Parkplätzen zur Strassenseite der Verkehrslärm rauscht, hört man auf den zum See hin ausgerichteten Sitzplätzen nur das Rauschen der Bäume. Selbst in den Büroräumen ist dank spezieller Schallschutzfenster vom Lärm nichts zu
hören.  

Der Generalunternehmer Marcel Knobel spricht mit viel Begeisterung von seinem Projekt.

Der Generalunternehmer Marcel Knobel sprüht vor Enthusiasmus, wenn er von seinem Projekt erzählt. Er hat schon immer gerne gebaut. Und seine Vorhaben sind authentisch. «Ich baue stets so, wie ich es selbst gerne hätte», erklärt er. Dabei muss für ihn auch immer das Praktische stimmen. Die Systeme müssen einfach sein, damit sie reibungslos funktionieren. «Denn, was nützt eine teure Solaranlage, wenn sie nicht einwandfrei arbeitet?» Eine solide Planung ist
Voraussetzung. Aber die tadellose Funktion muss vor Ort überprüft werden. Systemsicherheit ist für Knobel etwas Elementares.  

Marcel Knobel weiss genau, wovon er spricht. Und er kennt die Produkte von STIEBEL ELTRON fast schon in- und auswendig. Sein Vater hatte in den 80er-Jahren in seinem Haus eine der ersten Wärmepumpen eingebaut. Die ausgereifte Technik sieht Knobel denn auch als Grund, warum die Geräte von STIEBEL ELTRON so gut sind. «Es sind eben keine Prototypen sondern  

Die hauseigene Solaranlage erzeugt etwa 40% des Heiz- und Brauchwasserverbrauchs.

durchdachte, aufgrund von Erfahrung und Knowhow weiter entwickelte Maschinen. Das merkt man in der Praxis einfach», erklärt der Baufachmann. Aber energieeffiziente Geräte alleine reichen noch nicht aus. Das System als Ganzes muss präzise eingestellt werden, damit es auch in der Praxis wirkungsvoll in Betrieb ist. In der Überbauung «Letzi-Winkel» wurde aus diesem Grunde nach dem Baukastensystem verfahren. In jeder Wohnung ist ein eigenes Lüftungsgerät LWZ installiert. Diese Geräte fahren automatisch einen konstanten Volumenstrom.  

Das kompakte LWZ 70 E findet in einem noch so kleinen Waschraum Platz.

Die verwendete Technik: WPF 52

In den Gebäudetrakten «Letzi» und «Winkel » wurden je 17 Wohnungen (3½ und 4½ Zimmer) realisiert. Jede Wohnung verfügt über ein eigenes Lüftungsgerät LWZ. Die Frischluft wird separat über die Fassade eingesogen und im Büroteil zusätzlich vorgewärmt (im Winter) bzw. vorgekühlt (im Sommer).

Der Gebäudekomplex wird über die Erdsonde-Wärmepumpe WPF 52 beheizt. Der Gewerbetrakt wird mittels Freecooling über die Erdsonde und Fussbodenheizung im Sommer passiv gekühlt. Dies führt aufgrund der Energierückspeisung in die Erdsonde zu einer weiteren Effizienzsteigerung des Systems.

Die Solaranlage erzeugt etwa 40% des Heiz- und Brauchwarmwasser-Energieverbrauchs. Die Resterwärmung erfolgt durch die WPF Sole-Wasser-Wärmepumpe.